Brutaler rassistischer Angriff auf jungen Syrer in Erfurt

In Erfurt hat ein 40-Jähriger einen 17 Jahre alten Syrer in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt, bedroht, bespuckt und brutal angegriffen.

Dem Täter gelang zunächst unerkannt die Flucht, doch «durch die am Tatort gewonnenen Zeugenhinweise» habe der polizeibekannte Mann zeitnah identifiziert werden können, teilte die Polizei am Montag über den Vorfall von Freitagnacht mit. «Der 40-jährige Mann wurde durch Zivilkräfte der Polizei am heutigen Nachmittag in Erfurt festgenommen.» Gegen ihn sei inzwischen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung ergangen.

Zeugen hatten demnach von dem Geschehen in der Straßenbahn Videos gemacht und die Sicherheitskräfte zur Hilfe gerufen. Die äußeren Verletzungen des Opfers waren nach Polizeiangaben nur leicht. Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen weißen Deutschen, der zunächst noch auf freiem Fuß war. Die weiteren Ermittlungen habe die Kriminalpolizei Erfurt übernommen. Dem Mann wird außer gefährlicher Körperverletzung Nötigung und Beleidigung vorgeworfen.

«So ein feiger Mensch, stark und aggressiv gegen einen Wehrlosen», kritisierte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auf Twitter die Tat. «Einfach widerlich!» Die CDU-Landtagsfraktion verurteilte den rassistischen Übergriff in der Straßenbahn ebenfalls «aufs Schärfste».

 




EU-Abgeordnete Walsmann erklärt, wie die BUGA dank EU-Förderung erblühen kann

ERFURT – Viele Investitionsmaßnahmen für die BUGA  Erfurt 2021 werden von der Europäischen Union (EU) gefördert, konkret vom EFRE-Fonds, dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Das gilt vor allem für die sogenannten Daueranlagen, für die  Thüringer Außenstandorte, in Erfurt etwa für die Nördliche Geraaue, für den Nordpark, aber auch für das Herzstück der BUGA  im  egapark für das BUGA-Leuchtturmprojekt, das neue Urwaldhaus Danakil. Ebenso für das moderne Besucherzentrum sowie für die sanierten Gärten, Wege, Plätze und Gebäude sowie für die neuen Anlagen auf dem Petersberg. Mit über 700.000 Euro fördert die EU den Bau von barrierefreien Fuß- und Radwegen, die den Zugang zum Petersberg für Besucher verbessern werden. Die Gesamtkosten liegen hier bei 870.000 Euro.

Die BUGA Erfurt 2021 erblüht also auch dank der EU-Fördermittel. „Auf Schritt und Tritt begegnet man Europa“, sagt die Thüringer Europaabgeordnete Marion Walsmann (CDU). Auch die Marketingmaßnahmen der BUGA  für die Veranstaltung in Erfurt und die 25 BUGA-Außenstandorte in ganz Thüringen wurden durch Mittel der Europäischen Union (EFRE) anteilig zu 80 Prozent finanziert. Einige weitere Beispiele von vielen anderen, die von der EU meist zu 80 Prozent kofinanziert wurden: Mit insgesamt 1,3 Millionen Euro wird der Kilianipark neu gestaltet und erweitert. Davon sind rund eine Million Euro Zuschuss aus EFRE-Mitteln.

Für fünf Millionen Euro, davon ca. 4,1 Millionen EFRE-Zuschuss, wird die Parkanlage an der nördlichen Geraaue zu einer attraktiven Flusslandschaft mit hoher Freizeitqualität umgebaut. Dafür werden unter anderem ein Teich angelegt, eine barrierefreie Fuß- und Radwegbrücke gebaut und der Abenteuerspielplatz saniert. Das vorhandene Jugendzentrum bleibt erhalten und wird in die Parkgestaltung integriert. Zudem werden in Erfurt die Brachen am alten Klärwerk an der Marie-Elyse-Kaiser-Straße und der Riethstraße beseitigt. Es entstehen dort begrünte Geraterrassen. Entlang des vorhandenen Radwegs werden Erlebnisbereiche bzw. Sportanlagen geschaffen. Für dieses Projekt sind insgesamt ca. 2,7 Millionen Euro eingeplant, die mit 2,2 Millionen Euro EU-Geldern finanziert werden. Auch die Verschönerung der Parkanlagen der Klassik-Stiftung Weimar wurde zu großen Teilen aus EU-Mitteln gefördert.

Die EU hat ihren Beitrag geleistet, dass die BUGA 2021 digital und barrierefrei abläuft: Im egapark entstehen moderne Kassen- und Besucherinformationssysteme. Besonders mit Blick auf die BUGA Erfurt 2021 soll die digitale Ticket-, Bezahl- und Reservierungsabwicklung den schnellen Zugang zum Gelände ermöglichen. Auch ein barrierefreier Kassenzugang am ega-Haupteingang ist gebaut worden. Die Kosten in Höhe von 459.200 Euro werden mit  367.360 Euro aus dem EFRE gefördert.

Das Resumée von Marion Walsmann: „Mit der BUGA 2021 kommt die Gartenschau nach Hause zurück nach Erfurt, wo bereits 1865 die erste Internationale Gartenausstellung stattgefunden hat. Die EU hat zu erheblichen Teilen dazu beigetragen, dass die historische Blumenstadt Erfurt und das hiesige Gärtnerhandwerk wieder mit der BUGA Erfurt 2021 eine Renaissance erleben.“




Zehn Festnahmen: Erfolgreicher Schlag gegen Neonazi-Netzwerke

GERA – Bei einer bundesweiten Razzi gegen ein Neonazi-Netzwerk sind am Freitag 27 Häuser und Wohnungen in Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt durchsucht worden. Die Leitung der Aktion lag in den Händen der Staatsanwaltschaft in Gera. Bei den Durchsuchungen wurden Drogen, Waffen und 120.000 Euro Bargeld sichergestellt. Die Polizei nahm zehn Personen fest, von denen inzwischen acht in Untersuchungshaft sitzen.

Die Ermittlungen richten sich u. a. gegen das Neonazi-Netzwerk “Bruderschaft Thüringen”, zu dem  die Gruppen “Turonen” und “Garde 20” gehören. Die Mitglieder sollen in Drogenhandel, Geldwäsche und Prostitution verwickelt sein.

 




Keiner half 13-Jähriger in Not in der Ilmtalbahn: Warum veröffentlicht die Polizei keine Täterbeschreibung?

WEIMAR – Unfassbarer Vorfall am Montag in der Weimarer Ilmtalbahn. Eine 13-Jährige, die mit der Bahn unterwegs zu einer Freundin war, wurde 40 Minuten lang von einem Jugendlichen sexuell missbraucht. Weder der Lokführer noch andere Fahrgäste schritten ein, um dem Mädchen zu helfen.

Schon auf dem Bahnsteig des Berkaer Bahnhofs fiel ihr eine Gruppe auffällig aggressiver junger Männer auf. Einer von denen kam dann in der Bahn zu ihr und wurde “übergriffig”, wie das die Polizei nennt. Die sexuellen Handlungen am Opfer dauerten die ganze Fahrt vom Berkaer Bahnhof bis nach Kranichfeld und wieder zurück.

Die Weimarer Polizei bittet Zeugen um Hinweise unter der Rufnummer 03643-8820 oder per Mail an KPS.Weimar@polizei.thueringen.de.

Eine Beschreibung des Täters oder der Gruppe “Jugendlicher” hat die Polizei nicht veröffentlicht.




Extreme Glatteisgefahr ab morgen in weiten Teilen Thüringens

ERFURT – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor extremer Glatteisgefahr in mehreren Regionen Thüringens ab Montag.Danach werden vom westen aus Niederschläge aufziehen, die anfangs noch als Schnee fallen, dann aber zunehmend in Regen übergehen. Da der Boden derzeit gefroren ist, muss mit erheblichen Einschränkungen im Straßen- aber auch im Schienenverkehr gerechnet werden.

Der DWD warnt vor Glatteisgefahr besonders in den Kreisen Eichsfeld, Gotha, Nordhausen, Schmalkalden-Meiningen, Kyffhäuser, Unstrut-Hainich sowie Eisenach und dem Wartburgkreis.




Entwarnung! In 6.500 Jenaer Haushalten wird es wieder warm

JENA – In 6.500 Haushalten in Jena gab es vergangene Nacht keine Heizung und kein warmes Wasser. Grund war die Unterbrechung einer Fernwärmeleitung. Mitarbeiter der Stadtwerke und Spezialisten hatten stundenlang nach der Ursache des Ausfalls gesucht. An einigen Stellen wurde sogar die Straße aufgerissen. Die Behörden riefen die Bürger auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit vorhandene Wärme nicht entweichen kann. Wo es unerträglich kalt war, wurden von der Stadt Notunterkünfte bereitgestellt.

Heute Morgen dann gute Nachrichten von den Stadtwerken. Nachdem ein fünf Zentimeter langer Riss in der Leitung zugeschweißt werden konnte, ist jetzt alles wieder in Betrieb.

 




+++ AKTUELL +++ Extremes Winterwetter in Thüringen erwartet ++ um 18 Uhr geht’s los +++ AKTUELL

ERFURT – Thüringen erwartet in den kommenden Stunden extremes Winterwetter. Das kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) an. Zwischen 18 und 21 Uhr können bis zu 40 cm Neuschnee fallen. In der Sonntagnacht ab drei Uhr und dann den ganzen Tag über wird es zu starken Schneeverwehungen kommen. Insbesondere die Kreise Altenburger Land, Eichsfeld, Gotha, Nordhausen, Sömmerda, Weimarer Land, Kyffhäuserkreis, Saale-Holzland-Kreis und die Städte Erfurt, Jena, Weimar seien betroffen.

Die Behörden rufen dazu auf, nicht mit dem Auto zu fahren. Wenn das unvermeidbar ist, seien Winterbereifung und Schneeketten unbedingt notwendig.




Messerangriff: Landgericht Gera verurteilt Syrer (15) zu fünf Jahren Haft!

GERA – Mohammad D. (15) wird in den kommenden Jahren endlich einen geregelten Tagesablauf haben. Das Landgericht Gera verurteilte den jungen Syrer jetzt zu fünf Jahren Haft, weil er im Februar dieses Jahren zwei Männer mit einem Cuttermesser angegriffen und schwer verletzt hatte. Die beiden Mitangeklagten Ramin N. (19) aus dem Iran und Ali Sina M. (21) aus Afghanistan wurden wegen gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Staatsanwältin Doreen Bergemann hatte für den Hauptangeklagten zuvor eine Jugendstrafe von sieben Jahren gefordert. Dabei sprach sie von einem “puren Gewaltgeschehen”, das sie während ihrer ganzen Dienstzeit vorher noch nicht erlebt habe. Mohammad D. gilt bei den Behörden als Intensivtäter, der schon im Frühjahr 2019 wegen 130 Straftaten zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt wurde. Die Entscheidung wurde damals aber nicht rechtskräftig, weil der Angeklagte Rechtsmittel einlegte und plötzlich einen syrischen Ausweis vorlegte. Nach diesem war er am 1. Januar 2015 geboren worden und somit zur Tatzeit jünger als 14 Jahre und damit strafunmündig. Nach einem Jahr in U-Haft wurde er freigelassen.

Die 2. Strafkammer in Gera sah es als erwiesen an, dass die drei Gewalttäter, Gäste unseres Landes, in der Nacht des 9. Februar 2020 in der Innenstadt von Gera zwei deutsche Männer angegriffen und schwer verletzt hatten. Mohammad D. fügte ihnen mit dem Messer  tiefe Schnittwunden im Gesicht zu. Die Opfer mussten operiert werden und leiden bis heute unter den Folgen des Angriffs. Dass die beiden Opfer – Felix T. (29) und Robert L. (35) – damals überlebten, hatten sie einem couragierten Mitbürger zu verdanken, der den Angriff zufällig aus dem Fenster seiner Wohnung sah und aus dem Haus rannte, die Gewalttäter stoppte und die Schwerverletzten in Sicherheit brachte.




Massenschlägerei mit Schwerverletzten im Suhler Flüchtlingsheim

SUHL – Die Nachrichten über gewalttätige Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung reißen nicht ab. Eine Auseinandersetzung zwischen 50 Personen löste in der Nacht zum Donnerstag einen großen Polizeieinsatz aus. Flüchtlinge hatten Rauchmelder auf den Fluren der Erstaufnahmeeinrichtung zerstört und damit Feueralarm ausgelöst. Weil sie Angst vor einem Feuer hatte, sprang eine Bewohnerin aus dem dritten Stock unbd verletzte sich am Bein. Andere Bewohner der Einrichtung gingen mit Latten und Eisenstangen aufeinander los. Ein Mann wurde mit einem Messer niedergestochen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Polizei, Feuerwehr und Sanitäter rückten mit zahlreichen Einsatzkräften an. Es gab mehrere zum Teil Schwerverletzte bei den Auseinandersetzungen. Die Polizei konnte den Haupttäter identifizieren und festnehmen.




Zwei Kinder (8) sterben bei Busunfall im Wartburgkreis

EISENACH – Bei einem Busunfall nahe Eisenach sind heute Morgen zwei Kinder gestorben, 20 weitere und der Busfahrer wurden zum Teil schwer verletzt. Der Bus war unterwegs von Eisenach zu einer Grundschule in Berka vor dem Hainich (Wartburgkreis). Die Kinder waren zwischen acht und elf Jahre alt.

Das Fahrzeug sei gegen 7.30 Uhr auf  glattem Kopfsteinpflaster ins Rutschen geraten und dann rückwärts einen Hang hinuntergerutscht. Dabei habe er sich mehrfach überschlagen. Hinweise auf einen technischen  Defekt oder Fehlverhalten des Fahrers gibt es bisher nicht.