COVID-19: Abiturprüfungen in Thüringen werden verschoben

ERFURT – Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat entschieden, die Termine für die diesjährigen Abiturprüfungen zu verschieben. Ursprünglich war für den 30. April 2020 der Beginn der Abiturprüfungen vorgesehen.

Dazu Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke): „Die Schließung der Schulen wegen der Covid-19-Pandemie hat vor allem die 6.688 diesjährigen Abiturprüflinge in Thüringen in eine sehr schwierige Lage gebracht. Wenn die Schulen am 20. April, wie es derzeit der Stand der Dinge ist, wieder öffnen, dann hätte bereits am 30. April die erste Prüfung angestanden. Das können und wollen wir in dieser außerordentlichen Situation niemandem zumuten. Thüringen wird nach besten Kräften sicherstellen, dass jeder Schüler, der in diesem Jahr an den Schulen eine Prüfung abzulegen hat, eine angemessene Vorbereitungszeit in der Schule erhält.“

Das Ministerium wird in Gesprächen mit den Gesundheitsbehörden und der Kultusministerkonferenz rechtzeitig die neuen Termine für die Abiturprüfungen bekanntgeben. „Es bringt jedoch angesichts der aktuellen Lage nichts, jetzt schon einen festen neuen Termin festzulegen, den wir später eventuell noch einmal verschieben müssten“, so Minister Helmut Holter.

 




Bakterien in Wurstwaren in Weimar entdeckt

WEIMAR – In einer Fleischerei in Weimar wurden bei Eigenkontrollen Bakterien entdeckt. Das Unternehmen meldete das sofort bei der Stadt, die den Laden umgehend schloß. Die Fleischerei wurde jetzt grundgereinigt.

Ein Gutachten des Landesamtes für Verbraucherschutz in Bad Langensalza bestätigte inzwischen den Fund von sogenannten Listerien in Wurst. Betroffen: Rohwurst, die zwischen dem 4. und 16. Dezember bei der Fleischerei Blässe am Frauenplan gekauft wurde. Die Erreger können Durchfall auslösen und abwehrgeschwächte Menschen und Schwangere gefährden.

Ab heute soll der Verkauf von Wurstwaren eingeschränkt wieder anlaufen.




Gesetzlich Versicherte zahlen immer mehr

Erfurt – Gesetzlich Versicherte in Thüringen müssen für Medikamente und medizinische Behandlungen immer mehr dazuzahlen.Das berichtet die Thüringer Allgemeine (TA). Danach seien allein bei der AOK plus mit fast der Hälfte aller Kassenpatienten die Ausgaben für die Patienten von 44 Millionen im Jahr 2015 auf 50 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen. 37 Millionen Euro wurden nur für Arznei- und Heilmittel gezahlt.




Cannabis-Obergrenze bleibt bei zehn Gramm

Erfurt – In Thüringen wird der Besitz von Cannabis auch weiterhin bis zu einer Menge von  zehn Gramm straffrei bleiben. Das bestätigte Justizminister Dieter Lauinger (Grüne) gestern vor dem Hintergrund eines Beschlusses der Justizministerkonferenz. Dort hatten die von der Union regierten Bundesländer vorgeschlagen, die Obergrenze auf sechs Gramm festzuschreiben, konnten sich damit aber nicht durchsetzen.